Einsprache gegen die Einzonung und Überbauung der «Steinibachgrube»
24’118 Quadratmeter Landwirtschaftsland mit geschützten Naturwerten sollen am Südrand der Rütti eingezont werden, um darauf in zehn grossen Gebäuden rund 140 Wohnungen zu bauen. Die GFL Zollikofen hat dieses Vorhaben schon vor drei Jahren im Gemeindeparlament zu stoppen versucht – angesichts des anhaltenden Baubooms, der zuerst einmal verdaut und nicht noch verstärkt werden sollte. Seit 1990 ist die Bevölkerung Zollikofens um 30 Prozent gewachsen – mehr als im kantonalen Durchschnitt und in anderen Agglomerationsgemeinden. Die im Jahr 2016 beschlossenen Wachstumsziele bis ins Jahr 2040 sind bereits 2022 übertroffen worden.
Die GFL hat deshalb eine detailliert begründete Einsprache gegen die Einzonung der «Steinibachgrube» erhoben. Sie bemängelt auch die vorgeschlagenen Bauvorschriften, die übergeordneten Vorgaben (wie dem Klimaschutz) und Zielen des Gemeinderates wie des Gemeindeparlaments nicht gerecht werden. Konkret sind insbesondere zu viele Abstellplätze für Autos und zu wenige für Velos vorgesehen. Die Energievorschriften sind viel zu wenig ambitiös. Und die vorgeschlagenen Kompensations- und Ersatzmassnahmen für die Schädigung der Naturwerte (geschützte Trockenwiese, Kreuzkröten-Lebensraum) vermögen nicht zu überzeugen.
Wenn schon unverbautes Land eingezont werden soll, dann wenigstens für eine wirklich vorbildliche und zukunftsweisende Überbauung! Diese Devise müsste eigentlich auch von den Grundeigentümern und den Planungsbehörden verfolgt werden, wenn sie das Parlament und im Falle eines Referendums auch die Stimmberechtigten für ihr Vorhaben gewinnen wollen.
Für den GFL-Vorstand: Martin Wronna u. Bruno Vanoni, Kandidat für die Wiederwahl in den Grossen Rat
Detaillierte Infos über die Einsprache sind auf Anfrage erhältlich. E-Mail an info@gfl-zollikofen.ch genügt!