In den Regierungsratswahlen vom 29. März 2026 hat in Zollikofen nicht (die kantonsweit obsiegende) Astrid Bärtschi am meisten Stimmen gemacht, sondern die bisherige SP-Regierungsrätin Evi Allemann. Sie erhielt 1517 Stimmen – 17 mehr als Mitte-Regierungsrätin Bärtschi. 

Die dritthöchste Stimmenzahl erhielt in Zollikofen der einheimische Kandidat, Gemeindepräsident Daniel Bichsel (1416). Auf den Plätzen 4 bis 7 folgten dann in Zollikofen: Philipp Müller (FDP, bisher, 1331 Stimmen), Aline Trede (GRÜNE, neu, 1237), Reto Müller (SP, neu, 1105) und Hervé Gullotti (SP, neu, 1052 Stimmen). Wäre es also nur nach den Wählerinnen und Wählern von Zollikofen gegangen, hätte der Kanton Bern in der Regierung eine rotgrüne Mehrheit! Und der bisherige SVP-Regierungsrat Pierre-Alain Schnegg (1026 Stimmen) wäre nicht mehr in der Regierung und der neu gewählte SVP-Regierungsrat Raphael Lanz (878) wäre nicht nur nicht gewählt worden, sondern punkto Stimmenzahl auch noch vom GLP-Kandidaten Tobias Vögeli (976) überholt worden…

Wäre, hätte, wäre… natürlich ändern die Wahlresultate von Zollikofen nichts am kantonalen Wahlresultat. Aber sie zeigen vielleicht doch, dass eine rotgrüne Regierungsmehrheit in Zollikofen in kommenden Wahlen möglich werden könnte. 

Auswertung der Stimmenzahlen: Bruno Vanoni

Die oben dargelegte Auswertung der Wahlresultate von Zollikofen für die Regierungsratswahlen steht im Widerspruch zur Angabe, die von der bürgerlichen Gruppierung „Bürgernahe Politik“ im MZ (Mitteilungsblatt Zollikofen) verbreitet worden ist: 55% der Wählenden hätten in Zollikofen dem bürgerlichen 5er Ticket die Stimme gegeben. Die Verfasser berufen sich auf einen Bericht in der Berner Zeitung und im „Bund“, in dem allerdings nur die Stimmen für das bürgerliche Fünferticket den Stimmen für das rotgrüne Viererticket gegenübergestellt worden sind. Zahlreiche Wählende haben in Zollikofen allerdings weder dem einen noch dem anderen Ticket die Stimme gegeben.
Von der im MZ zumindest suggerierten Mehrheit fürs bürgerliche Ticket kann somit keine Rede sein. Wer mehr darüber wissen möchte, melde sich bei Bruno Vanoni, am besten per E-Mail an: info@gfl-zollikofen.ch